Technische Hilfeleistung - Verkehrsunfall Druckbutton anzeigen? E-Mail

Heute wurden wir nach fast zwei Wochen erneut zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert. Die Funkmeldeempfänger wurden gegen 15 Uhr von der Leitstelle Vogelsberg ausgelöst, bereits dort war die Rede von einem schweren Motorradunfall. Noch von der Übung am Vormittag befanden sich zu diesem Zeitpunkt ein paar Kameraden der Wehr im Gerätehaus und waren somit sofort bereit. Als erstes Fahrzeug war der VRW an der Einsatzstelle, welche zwischen Breungeshain und Michelbach war, und fand dort ein Gespann-Wagen in Vollbrand vor sowie ein weiteres Motorrad im Straßengraben. Erst im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass auch ein Tanklastwagen in den Unfall verwickelt war.

Für die Kameraden der Feuerwehr Schotten war dieser Einsatz keineswegs einfach. Denn bereits bei den ersten Löschversuchen durch die Besatzung des VRW stellte sich heraus, dass der Fahrer des Gespanns durch den Aufprall nicht nur tödlich verletzt wurde, sondern ebenfalls ein Opfer der Flammen wurde. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das wasserführende Fahrzeug noch auf der Anfahrt und die Löschmittel im VRW waren aufgebraucht. Nach dem Eintreffen des HLF 20/16 mussten Leichnam sowie Krad abgelöscht werden - ein Anblick der selbst für erfahrene Feuerwehrleute nicht einfach ist.

Glücklicherweise waren der zweite Motorradfahrer sowie der Fahrer des Tanklastwagens nur leicht verletzt und konnten vom Rettungsdienst behandelt werden. Ein Hund, welcher im Beiwagen des Gespanns war, konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, wurde aber aufgrund des Schocks ebenfalls von uns versorgt und überwacht. Die Kameraden der Feuerwehr Breungeshain brachten den Hund zu einem Tierarzt, welcher auch dort nur leichte Verletzungen feststellen konnte.

Ärgerlich und an dieser Stelle erwähnenswert waren mal wieder Schaulustige, die offenbar keinerlei Scheue mehr zeigen und über Feldwege immer wieder einen Zugang zur Unfallstelle suchen. Selbst die Tatsache, dass dort eine "Person brennt", schreckte nicht ab. Erst ein großzügiges Absichern der Einsatzstelle konnte dieses Problem etwas eindämmen. Die Straße zwischen Breungeshain und der Abfahrt Richtung Busenborn war für ca. 2 Stunden voll gesperrt.

An die Unfallstelle wurde aufgrund der Schwere des Einsatzes ein Notfallseelsorger bestellt. Nach Abschluß des Einsatzes wurde dieser auch noch in die Wache der Feuerwehr Schotten eingeladen, nachdem er von dem Besuch des im Unfall verwickelten Kradfahres aus dem Krankenhaus zurück kam. In einer lockeren Gesprächsrunde wurde dieser Einsatz noch einmal aufgearbeitet und das Gespräch wurde von uns sehr positiv befunden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön von uns!

Im Einsatz waren: ELW 1; VRW; HLF 20/16; TLF 16/25; GW-G; außerdem die Kameraden der Bergwacht, die Kameraden der Feuerwehr Breungeshain sowie ein RTW mit Notarzt

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