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15.03.2011 - SCHOTTEN - Freiwillige Feuerwehr Schotten verzeichnet sehr ruhiges Einsatzjahr - Neue Kinder- und Jugendgruppe gegründet (sw). Der für den Spätsommer geplante Umzug ins neue Gefahrenabwehrzentrum an der Stadtverwaltung war eines der Themen während der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schotten.
Nach Mitteilung von Stadtbrandinspektor Artur Ruppel sind die Arbeiten an dem 3,6 Millionen Euro teuren Objekt im Zeitplan. Dies bestätigte auch Bürgermeisterin Susanne Schaab in ihrem Grußwort. Der neue Gebäudetrakt sei auf die nächsten Jahrzehnte ausgelegt, so die Verwaltungschefin. Ruppel betonte, dass in den kommenden Monaten bis zum Einzug die Mitglieder der Schottener Feuerwehr gefordert seien, mit erheblichen Eigenleistungen zur Fertigstellung des Gebäudes beizutragen. Von einem „sehr ruhigen Jahr“ sprach Wehrführer Matthias Rohn bezüglich der geleisteten Einsätze. Insgesamt 42 „Ernstfälle“ waren zu verzeichnen, darunter elf kleinere Brandeinsätze, 22 technische Hilfeleistungen und neun Fehlalarme. Das vor rund 30 Jahren angeschaffte hydraulische Rettungsgerät sei erstmals im vergangenen Jahr nicht benötigt worden. Erfreulicherweise sei es zu keiner Alarmierung auf der Bundesstraße 276 gekommen. „Das ist sicherlich ein Indiz für die starke Polizeipräsenz auf diesem Streckenabschnitt“, stellte Rohn fest. Laut seiner Jahresstatistik waren insgesamt 304 Feuerwehrleute 281 Stunden im Einsatz. Die Übungsbeteiligung bei den acht angesetzten Termin sei mit durchschnittlich 18 Personen rückläufig gewesen. Die Schottener Brandschützer waren auch bei drei Gemeinschaftsübungen in der Großgemeinde beteiligt. Insgesamt wurden zehn Lehrgänge zur Weiterbildung besucht. „Dies festigt unseren Ausbildungsstand, um die ständig wachsenden Anforderungen des Gesetzgebers zu erfüllen“, betonte Rohn. Am Feuerwehrstützpunkt in Schotten wurden vergangenes Jahr vier Lehrgänge durchgeführt. Für 2011 sei bisher nur ein Lehrgang terminiert. „Offensichtlich wird es in Zeiten des demografischen Wandels immer schwieriger, genügend Interessenten zu finden“ bedauerte Rohn. Leider seien „aus unerklärlichen Gründen“ einige Schottener Feuerwehrleute für die Ausbildung auf der Alsfelder Atemschutzgerätestrecke nicht berücksichtigt worden, bedauerte Rohn. Das Wettkampfteam habe beim Stadtfeuerwehrtag in Sichenhausen einen hervorragenden vierten Platz belegt. Im Rahmen von Hilfe- und Unterstützungsleistungen sei die Schottener Feuerwehr bei der Vogelsbergrallye, dem Altstadtlauf und dem Schottenring-Grand-Prix im Einsatz gewesen. Insgesamt bezifferte Rohn die Gesamtzahl der geleisteten Arbeits- und Einsatzstunden auf knapp 3600. Kritisch äußerte sich Rohn in Zusammenhang mit dem Neubau des Feuerwehrhauses. Hier sei man zwar in Besprechungen miteinbezogen worden, die entsprechenden Absprachen seien dann aber nicht umgesetzt worden. Abschließend bedankte sich der Wehrführer bei den beiden Atemschutzgerätewarten Klaus Neubert und Frank Wingefeld, die sich „beispielhaft“ um diesen komplexen Bereich kümmern würden. Jugendwart Thomas Kromm berichtete von der Gründung einer gemischten Kinder- und Jugendfeuerwehrgruppe unter Leitung von Sara Schleif, Oliver Petermann und Rouven Keil. Mittelfristiges Ziel sei es, zwei altersmäßig getrennte Nachwuchsgruppen zu bilden. Bereits für Kinder ab sechs Jahren stünden die Feuerwehren offen. Für den erkrankten Rechner Herbert Jöst informierte der stellvertretende Wehrführer Dr. Thomas Schlörb über die Kassenlage. Kevin Weller und Holger Bauer hatten bei der Rechnungsprüfung keine Beanstandungen festgestellt, so dass ihr Antrag auf Entlastung des Vorstandes einstimmig angenommen wurde. Zu neuen Rechnungsprüfern wurden Tobias Heusohn und Britta Wingefeld gewählt. Im Rahmen von Beförderungen wurden Jenny Reitz und Sara Schleif der Dienstgrad einer Oberfeuerwehrfrau zugesprochen, Roger Reitz darf sich zukünftig Oberfeuerwehrmann nennen. Abschließend hoben Erste Stadträtin Heide Förschner und Ortsvorsteher Erhard Habelt die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehren für die Allgemeinheit hervor. Veröffentlicht auf: Kreis-Anzeiger 
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