Millionen-Schäden nach Flutwelle in Berfa - Brücke und Autos mitgerissen Druckbutton anzeigen? E-Mail

06.06.11 - ALSFELD - Ein Tag nach dem Unwetter sind in Alsfeld die Aufräumarbeiten in vollem Gang. In den Stadtteilen Berfa, Eudorf und Hattendorf bietet sich nach wie vor ein Bild der Verwüstung. Über 100 Keller liefen hier voll, das Wasser stand in manchen Gebäuden über einen Meter hoch. Viele Bewohner haben sich freigenommen, um in ihren Häusern und auf den Straßen aufzuräumen. Mehrere Feuerwehren sind nach wie vor damit beschäftigt, Kellerräume auszupumpen. Über 100 Liter pro Quadratmeter Regen innerhalb von nur wenigen Minuten haben in Berfa und weiteren Stadtteilen von Alsfeld (Hattendorf, Eudorf, Eifa) zu einer verheerenden Flutwelle geführt, die vermutlich Schäden in Millionenhöhe angerichtet hat.

In Berfa wurde unter anderem eine Brücke von den Wassermassen mitgerissen. Autos wurden quer durch den Ort geschoben. Überflutete Keller, Gärten und weite Teile des Ortes in den Tallagen sorgten am Sonntagabend für ein Chaos in dem Alsfelder Stadtteil. Stundenlang funktionierte das Telefonnetz nicht. Der Ortsvorsteher musste aus Sicherheitsgründen den Strom abschalten lassen. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und Deutschen Rotem Kreuz sind seit Sonntagabend im Dauereinsatz. Am späten Abend wurde zudem ein Krisenstab eingerichtet, da die Flutwelle in weitere Stadtteile weiterzog.

Auch in der Nacht blieben einige Straßen - so unter anderem die Ortsdurchfahrt in Berfa - komplett gesperrt. Bis in die tiefe Nacht hinein waren viele Menschen unterwegs, um die Wassermassen aus den Kellern zu pumpen. Teilweise wurden auch die Straßen erheblich beschädigt. Geröll und Schlamm, aufgerissene Straßenbeläge und Erdrutsche sorgten für weitere Schäden. Riesenglück hatte eine Frau, die von den Fluten mitgerissen wurde. Anwohner sahen die Frau und alarmierten die Rettungskräfte. Sie konnte im Ort an einer Brücke gerettet werden.

Die Orte unterhalb des Bechtelsberges und des Rimbergs hätten öfters mit Hochwasser zu kämpfen, so extrem sei es aber noch nie gewesen, schilderten Augenzeugen gegenüber osthessen-news. Der steinharte Boden habe kein Wasser aufnehmen können. Zudem fließe das Regenwasser von den umliegenden Höhenzügen in den Talkessel. Zu allem Überfluss zog das Unwetter gerade am Kirmeswochenende über den Alsfelder Stadtteil. Nach Feiern war den Menschen in Berfa am Abend allerdings nicht mehr zu Mute. Wer Glück hatte, und vom Unwetter verschont blieb, der half den Nachbarn. (Hans-Hubertus Braune/red) +++

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Die Feuerwehr Schotten war mit 2 Personen an diesem Einsatz beteiligt, welche in ihren Funktionen als Fernmelder mit dem ELW 2 vor Ort waren.

 

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