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Rettung verletzter Personen im Mittelpunkt der Abschlussübung von Feuerwehr und Bergwacht
(sw). Das Szenario für die jährliche Abschlussübung der Freiwilligen Schottener Feuerwehr war von dem stellvertretenden Wehrführer Dr. Thomas Schlörb schnell erklärt: Im Hotel Haus Sonnenberg drang dichter Rauch aus dem flachen Anbau, in dem unter anderem die Sauna mit Schwimmbecken und die Kegelbahn untergebracht sind.
Flammen waren von außen nicht zu sehen, aber Zeugenaussagen ließen vermuten, dass mehrere Menschen in den Räumen eingeschlossen sind beziehungsweise durch die Rauchentwicklung bereits schwere gesundheitliche Schäden erlitten hatten. Parallel zu den Einsatzkräften der Barndschützer war auch die Einsatzbereitschaft der Schottener Bergwacht alarmiert worden, wie immer bei Einsätzen mit vermuteten Personenschäden.
Vor Ort eingetroffen wurden zunächst von ober- und unterhalb des Gebäudekomplexes zwei Schlauchleitungen gelegt. Dann drangen die Einsatzkräfte - natürlich ausgerüstet mit Atemschutzgeräten - über den Haupteingang in das Innere des Hotels vor. Zunächst wurde am Eingangsbereich zu dem Anbau ein sogenannter Rauchverschluss angebracht, um zu verhindern, dass der Brandrauch sich im Hauptgebäude verbreitet. Der eigentliche Brandangriff gestaltete sich schwierig, da wegen der Rauchentwicklung nur eine geringe Sicht herrschte und zudem Rücksicht auf die zu Schaden gekommene Personen genommen werden musste
Inzwischen hatten Zeugen auch detailliertere Angaben machen können. So befinde sich in einem Vortragsraum eine Familie, wo sich der Vater einen Knöchel verstaucht habe. Am Schwimmbecken war eine junge Frau, als sie in Panik vor den Flammen flüchten wollte, gestürzt und lag leblos am Beckenrand. In der Kegelbahn wurde eine Frau mit Rauchvergiftung vermutet, und im Ruheraum der Sauna soll ein älterer Mann vermutlich einen Herzinfarkt erlitten haben.
Glücklicherweise war der Brandherd schnell ausgemacht und die Flammen rasch gelöscht. Dann begannen die Einsatzkräfte, die zu Schaden gekommenen Personen aus dem Anbau ins Freie zu geleiten beziehungsweise die Bergung mit Tragen vorzunehmen. Auf einer angrenzenden Freifläche - mit genügenden Abstand zum unmittelbaren Gefahrenbereich - wurden die Verletzten den Einsatzkräften der Bergwacht übergeben. Diese hatten am andere Ende des Hotelbereichs inzwischen eine Sammelstelle eingerichtet, wo die Verletzten vom Notarzt der Bergwacht erstversorgt werden konnten. „Wir brauchten diesmal wegen des schönen Wetters unser Zelt nicht aufzustellen, das ansonsten den Geborgenen bei der Erstversorgung Schutz bietet“, erläuterte der Bereitschaftsführer Andreas Schlaich. Bereits vor Ort war auch das DRK-Rettungsfahrzeug aus dem nahen Kreiskrankenhaus, dass die ersten Verletzten zum Abtransport aufnehmen konnte.
Die verräucherten Räume wurden mit Hilfe eines Hochdrucklüfters in wenigen Minuten vom dichten Rauch befreit. Am Ende der Übung zogen die Einsatzleiter sowie die „Zaungäste“ Stadtrat Willi Zinnel als Vertreter des Magistrates, Stadtbrandinspektor Artur Ruppel und sein Stellvertreter Rudolf Massanetz ein positives Fazit. Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bergwacht sei einmal mehr deutlich geworden, und im Ernstfall ein Garant für eine effektive und schnelle Rettung von Menschenleben.
Eine ältere Person wird bei der Übung von den Rettern der Feuerwehr ins Freie gebracht. Fotos: Weil
Auf dem Weg zur Sammelstelle: Dort wartet der Notarzt auf die Verletzten.
Quelle: Kreis-Anzeiger
Übungsbericht Feuerwehr Schotten
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